Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie Andere mich gerne hätten...


Geboren wurde ich in Wels, Oberösterreich, gerade richtig zur Abendessenszeit, im Jahr der Schlange, am 18. September 1953, um 18h29, im Zeichen der Jungfrau, mit Aszendent Widder.
Damit sollte der Esoterik Genüge getan sein.

Der Krieg war schon einige Jahre vorbei, die 'Pille' war - obwohl bereits erfunden und zum Patent angemeldet - noch nicht auf dem Markt und somit war ich Teil einer Großfamilie inklusive Oma.

Aufgewachsen bin ich als Ältestes von 5 Kindern und erzogen wurden wir, in einem für die 50er / 60er Jahre eher unüblichen, freien Erziehungsstil.

Meines Vaters Aussprüche ‘Du hast ein Hirn - benütze es’ und ‘Du bist Herta Ingrid K., sei stolz darauf!’, und sein sozialistischer Denk- und Lebensstil, beeinflußten mich und meine Geschwister ein Leben lang.

Die künstlerische Gabe wurde mir in die Wiege gelegt. Als Tochter einer Mutter, die selbst eine sehr gute Zeichnerin und Sängerin ist, die aber ihre Talente nur im häuslichen Bereich ausübt.

Während meiner Schulzeit in einem privaten Mädchengymnasium wurden meine künstlerischen Ambitionen durch Ausstellungen in der Schule gefördert. Mein schriftstellerisches Talent fand einige Beachtung bei Jugendwettbewerben.





Unter dem Einfluß der Studentenbewegung 1968 entwickelte ich mich zu einem rebellischen jungen Mädchen, welches mit 17 Jahren beschloß, seinen eigenen Weg zu gehen, lediglich mental unterstützt von den Eltern. Finanziell mußte ich für mich selbst sorgen.

Ich fand Arbeit bei einem Dentisten und danach in einem Buchhaltungsbüro, was ich gelinde gesagt, haßte.

Sobald ich ein Wenig Gespartes beisammen hatte, trampte ich durch Europa und landete in Hamburg, wo ich, als mir das Geld ausging, in der Jugendherberge in der ich wohnte, auch zu arbeiten begann.

Um eine Arbeitserlaubnis zu bekommen, benötigte ich damals noch das Einverständnis meines Vaters, da ich nicht großjährig war.



Mit dem neuerlich Ersparten, setzte ich meine Autostopp-Tour Richtung Skandinavien, über Dänemark und weiter nach Schweden und Finnland fort.

Zurück in Österreich heiratete ich und bekam meinen ersten Sohn. Ich versuchte mich an den konservativen Lebensstil meines Akademiker-Ehemannes anzugleichen.

Letztendlich brach ich aus dieser unreifen und viel zu früh geschlossenen Ehe schrittweise aus.

Es begann mit dem Besuch des Bundesrealgymnasiums für Berufstätige, wo ich die Matura nachholte und fand sein Ende in der Scheidung und meiner späteren Übersiedlung nach Wien.

Nach dem Tod meines Sohnes 1977 entfloh ich der unerträglichen Situation und begab mich per Autostopp nach Frankreich, wo ich innerhalb von vielen Wochen das gesamte Land von Norden bis zum Süden, vom Osten bis nach Westen bereiste, kennen und lieben lernte.


In Reichenau / Rax bei einem der Malseminare die von Wolfgang Männer organisiert wurden (Lehrer waren: Ernst Fuchs, Brigid Marlin and Susanne Steinbacher) traf ich den britischen Künstler Adam George Phillips, der später  mein Mann wurde. Aus dieser Ehe
ging mein Sohn Benjamin hervor.




In der Klasse für Bildhauerei - Camden Art College, London


Ich ging nach  England, wo ich am damaligen Camden Art College in London Kunst studierte. Die Kunstschule existiert in dieser Form heute nicht mehr. Der Neubau ist nun ein Kunstzentrum, das Camden Art Center in London.

Im Sommer besuchte ich Malseminare in Österreich bei Ernst Fuchs und erlernte die ‘Altmeisterliche Mischtechnik’.


 
Ernst Fuchs, Amoy Boden, Susanne Steinbacher und meinereiner

 
 
Ernst Fuchs, Amoy Boden, Susanne Steinbacher und ich

Zurück in Wien mit meinem Ehemann und unserem Sohn Ben, war nicht viel Zeit übrig für Selbstverwirklichung, denn ich mußte meine kleine Familie mit verschiedenen Jobs über Wasser halten.

1983 arbeitete ich mehrere Monate gemeinsam mit anderen Künstlern für Christa Müller, die einen Auftrag vom Wiener Festwochen Komitee bekam, für die Ausstellung: ‘Zeit der Puppen’ im Jahr 1984.

Wir produzierten ungefähr 320 lebensgroße, bekleidete Puppen die überall in der Wiener Innenstadt aufgestellt wurden. Die Gesichter und teilweise auch die Körper wurden als Gipsabdrücke von damaligen Politikern und Künstlern abgenommen.



Ende 1984 als mein Mann nach England ging und nach der nachfolgenden Scheidung, zog ich mit meinem Sohn Benjamin nach  Gunskirchen in Oberösterreich.

Mein Sohn Martin wurde 1987 geboren und erst nach dem Tod seines Vaters 1989 begann ich wieder zu malen und zu bildhauern.

Unterbrechungen in meinem künstlerischen Schaffen gab es durch viele mehrmonatige Auslandsaufenthalte und meiner langjährigen Tätigkeit als selbständige Werbefachfrau bei einem Fernsehsender.

Nach meiner Heirat mit dem Musiker Wolfgang Masarié im August 2002...

VIDEO:  Copyright by Herta und Wolfgang Masarié
Erstellt unter der Regie von: Carola Mair                                                                                                        Kameramann: Andy Gabmeyer                                                                                                                           Schnitt: Marlene Krewedl

...und unserem Umzug in die kleine Gemeinde  Burgkirchen im Innviertel, quittierte ich im Frühjahr 2005 meine Arbeit für das Fernsehen und konzentriere mich seither in zunehmendem Maße auf die Malerei - ständig umschnurrt von unseren vier 1/2 Katzen...1/2 deshalb, weil die alte, vernachlässigte Nachbarskatze, sich seit einiger Zeit sehr beharrlich anzubiedern versucht...


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Copyright by Herta Ingrid Masarié                                                                                                             Fotos aus dem Privatbesitz von Herta Masarié
Video: Copyright by Herta Ingrid und Wolfgang Masarié